Grüne Wiese am Fluss

Entschleunigung - oder - die Wiederentdeckung des inneren Kompasses

Stolzer Baum

Es ist Montagmorgen, der 23.03.2020. Ein herrlicher Morgen, die Sonne lacht mir entgegen…

Zumindest einer, der gut drauf ist. Die Natur und auch meine Hunde tun so, als ob sie nichts von all der Unruhe da draußen mitbekommen.

Nachdem ich nach einem sehr gefühlschaotischem Wochenende in die Woche starte, scheint es nach dem heutigen Start in den Tag nicht ruhiger zu werden. Auch wenn ich mich bemühe, nicht allzuviel in die Nachrichten der öffentlich rechtlichen Medien reinzuhören bzw. zu lesen, ist es doch als Selbstständige unauslässlich, sich nicht die neuesten Infos reinzuholen.

Fragen: wie geht es weiter? Wieviele Patienten werden noch absagen? Wohin geht die Reise…
Was macht die Angst mit mir? Fremdbestimmtheit und Ohnmacht machen sich in mir breit…
Ich habe keine Antworten. Nur irreale Ängste, die die Zukunft betreffen…
Ich verfange mich in meinen Gedanken.

Und dann -> Stopp!!! Reset! Wo ist der Knopf??

Chula möchte Reißaus nehmen und jagen gehen.
Recht hat sie – entspricht das doch ihrer wahren Natur.


Wo ist meine wahre Natur? Was ist natürlich?

Hund vor der Sonne

Wenn ich mir wirklich mal Zeit nehme zu spüren, wo finde ich die Angst in meinem Körper? Ich fühle die Kehle… Sie scheint zugeschnürt. Es scheint eine alte Angst zu sein – die des nicht Ansprechens der Dinge, so wie sie sind. Angst, etwas Falsches zu sagen. Angst nicht richtig zu sein. Angst kritisiert zu werden.

Es ist also nicht die Angst aus dem Kollektiv, die Angst, die der Virus `mobilisieren` möchte – sondern eine uralte Angst in mir.

Ich beginne zu lächeln. Ich bin gar nicht Ohnmächtig, dem Allem hilflos ausgeliefert, sondern es ist jetzt ein Wachstum möglich. Ich könnte versuchen meiner Kehle einer Stimme zu geben. Das zu sagen, was ich wirklich, authentisch wahrnehme.

Eine Art Rückbesinnung findet statt.

Wir sind momentan dazu aufgerufen uns von der Gemeinschaft zu distanzieren. Mit uns Selbst zu. `Sein` – eine Chance der Rückbesinnung. `
Entschleunigung…

Meine Hunde sind ganz bei mir. Selbst die Chula wird ruhiger und findet meine Leckerchen nun doch interessanter, als das womöglich auf sie wartende Kaninchen…. 😉

Zwei Hunde auf einem Feldweg

… sich zurückbesinnen…

Was ist mir wirklich wichtig? Welche Gemeinschaft mit Freunden, dem Partner, der Familie und wie möchte ich sie leben.
Welche Gemeinschaft mit Kollegen?

Welche Ressourcen habe ich? Welche Werte sind mir wirklich wichtig? Wie will ich sie leben?

Der Resetknopf scheint nicht nur gedrückt worden zu sein, Mut dehnt sich aus. Von Ängsten und Sorgen im Moment keine Spur.
Auch der Mut authentisch zu sein und meine Gedanken und Gefühle mit Euch / Dir zu teilen.

Die Kehle öffnet sich…

Es heißt: Was ist wenn der Krieg ausbricht und keiner geht hin?
Was ist also, wenn wir uns weigern in diese Angst, die im Außen immens ist, zu gehen. Wenn wir unseren Mut nicht verlieren? Wenn wir trotz Isolation, gemeinsam weitermachen 😉 Wenn wir uns trauen mit uns zu sein und ganz wahrhaftig in alte Angstmuster reinzufühlen und ihnen zuzuhören?
Was ist, wenn wir daraus verändern können und nun diese Chance nutzen, alte vergessene Ressourcen wieder zu mobilisieren?

Zwei Hunde beim Spielen

Ich bin glücklich!!! Chula und Manu auch 😉


Ich danke dieser wunderschönen Natur (dem Lohner Sand)
und meinen Hunden für diesen nun doch wundervollen Start in diese Woche!!


Bleibt happy!! 🙂

Namasté

Ellen